EAC Zertifizierung für die Lebensmittelindustrie
Die Lebensmittelindustrie gehört 2026 zu den am strengsten regulierten Sektoren innerhalb della Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU). Ein erfolgreicher Export erfordert ein tiefes Verständnis eines mehrschichtigen Compliance-Ansatzes, der über einfache EAC Zertifizierungen hinausgeht. Ein einziges Produkt (z. B. ein Fruchtsaft) muss gleichzeitig die Anforderungen an den Inhalt, die chemische Sicherheit der Verpackung (TR ZU 005), la präzise russische EAC Kennzeichnung sowie die Hygiene und Sicherheit der eingesetzten Verarbeitungsmaschinen erfüllen.

Jedes Lebensmittelprodukt muss ausnahmslos zwei zentrale Basis-Reglements erfüllen:
- TR ZU 021/2011 (Lebensmittelsicherheit): Dies ist die “Verfassung” der Branche. Sie schreibt vor, dass alle Hersteller ein HACCP-basiertes Qualitätssystem implementieren müssen. Der Nachweis eines aktiven HACCP-Systems ist 2026 zwingende Voraussetzung für die EAC-Registrierung.
- TR ZU 022/2011 (Kennzeichnung): Regelt die Etikettierung. Alle Angaben müssen in Russisch (und ggf. Landessprachen wie Kasachisch) vorliegen, inkl. Brennwert, GVO-Hinweisen und vollständigen Herstellerkontakten.
Zusätzlich zu den allgemeinen Standards gelten für bestimmte Kategorien spezifische Anforderungen:
- Milch & Fleisch (TR ZU 033 & 034): Unterliegen strengster veterinär-sanitärer Überwachung und müssen oft im digitalen Rückverfolgbarkeitssystem (“Mercury”) registriert werden.
- Fette & Öle (TR ZU 024/2011): Fokus auf Transfettsäuren und Oxidationsstabilität für Margarinen und Industriefette.
- Spezialnahrung: Produkte für Kinder, Sportler oder diätetische Zwecke benötigen oft eine Staatliche Registrierung (SGR).
Compliance endet nicht beim Inhalt – die gesamte Lieferkette muss zertifiziert sein:
- Verpackung (TR ZU 005/2011): Jedes Material mit Lebensmittelkontakt (Glas, Kunststoff, Metall) muss nachweisen, dass es keine Schadstoffe oder Schwermetalle abgibt.
- Maschinensicherheit (TR ZU 010, 004, 020): Verarbeitungsanlagen müssen mechanisch sicher sein und den EMV-Richtlinien entsprechen. Für Mühlen (Zucker/Mehl) ist oft zusätzlich die Ex-Schutz Zertifizierung (TR ZU 012) nötig.
Der Zertifizierungsprozess ist 2026 vollständig digital und transparent:
- Probenversand: Muster müssen über eine offizielle Zolldeklaration (GTD) für Tests in akkreditierte Labore eingeführt werden.
- Authorized Representative: Da ausländische Firmen keine Zertifikatsinhaber sein können, agiert TechSert als Ihr gesetzlicher Applicant in der EAWU.
- Registrierung: Nach erfolgreichem Test wird das Dokument mit einem eindeutigen QR-Code in der Datenbank der EAWU registriert.
Obwohl Lebensmittel oft humanitär von Sanktionen befreit sind, können Verpackungstechnologien und Hochleistungsmaschinen unter Dual-Use-Beschränkungen fallen. TechSert führt ein obligatorisches HS-Code-Screening durch, um die rechtliche Machbarkeit Ihrer gesamten Lieferkette sicherzustellen, bevor Sie investieren.
FAQ: Lebensmittel-Export in die EAWU
Ja, gemäß TR ZU 021/2011 ist ein implementiertes HACCP-System für alle Lebensmittelproduzenten, die in die EAWU exportieren, gesetzlich vorgeschrieben.
Für den Verkauf in Kasachstan ist die Kennzeichnung in der Landessprache zusätzlich zu Russisch oft zwingend erforderlich, um Bußgelder zu vermeiden.
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